Im schnellen Alltag fühlen wir uns manchmal in einem Meer materieller Wünsche verloren. Der Beitrag betrachtet tibetisch geprägte Wenwan-Gegenstände, insbesondere geschnitzten Yakknochen, wie einen Spiegel. Mit den hier als „sechs Betrachtungen“ bezeichneten Gesichtspunkten lädt er dazu ein, beim bewussten Berühren Ruhe und Ordnung wiederzufinden.
Die „sechs Betrachtungen“ richten den Blick auf verschiedene Seiten der Gestaltung. Zuerst auf das Material, denn Yakknochen erinnert hier an die Widerstandskraft des Hochlands. Zweitens auf die Form: Jede 11*9mm große Perle ist gerundet und bewahrt zugleich ihren eigenen Charakter. Drittens auf die Schnitzerei, in der die schlichte „A-Dai“-Figur mit einer Lebensbetrachtung verbunden wird. Viertens auf die Farbe: Das lebhafte Sherpa-Rot steht im Kontrast zur sanften Patina des Knochens. Fünftens auf den Geist, der im Bild des Beitrags aus den Fingerspitzen des Kunsthandwerkers in die Gestaltung einfließt. Sechstens auf das Herz, also die persönliche Verbundenheit zwischen tragender Person und Gegenstand, die bildlich Zeit und Raum überbrückt.
Dieses „A-Dai“-Armband aus Yakknochen wird hier als mehr als Schmuck betrachtet: als eine von Wind und Schnee des Hochlands inspirierte Gabe und als heutiger Anklang an traditionelle Kultur. Wenn sich die warm wirkenden Knochenperlen am Handgelenk bewegen, erinnern sie in dieser Deutung daran, nicht einfach nur der Menge zu folgen.
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